Landwirtschaft

Ziel unserer Landwirtschaft ist es, ein möglichst diverses, funktionierendes Ökosystem zu schaffen, das gleichzeitig eine Vielzahl nahrhafter Lebensmittel produziert. Durch Diversität, Mehrlagigkeit und Synergie-Effekte wird permanent fruchtbarer, humusreicher Boden aufgebaut und das System wird von Jahr zu Jahr resilienter.

Unser Ansatz

Wir bedienen uns verschiedener Herangehensweisen aus dem großen Feld der Regenerativen Landwirtschaft. Dazu zählen unter anderem Herangehensweisen der Permakultur und der Syntropischen Landwirtschaft, Holistic Management, Keyline Design, pflugloser Ackerbau, die Nutzung von Terra Preta und weitere regenerative Ansätze.

Da wir ein ganzheitliches System anstreben, überschneiden und ergänzen sich unsere verschiedenen Betriebszweige. Dennoch ist eine grobe Einteilung in folgende Bereiche möglich:

  • Regenerative Agroforstsysteme
  • Biointensiver Gemüsebau
  • Pflugloser Ackerbau
  • Holistische Weidetierhaltung

Regenerative Agroforstsysteme

Generell ist ein Agroforstsystem die Verbindung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Für uns bedeutet die Regenerative Agroforstwirtschaft, dass Gehölze mehrlagig gepflanzt werden und man sowohl mit Pionier- als auch Klimaxgehölzen arbeitet – das orientiert sich an einem natürlichen Waldökosystem.

Regenerative Agroforstsysteme sorgen für eine hohe Bodenfruchtbarkeit, bieten einen Rückzugsort für Vögel und Insekten und ermöglichen, dass Nahrung auf verschiedenen Ebenen angebaut werden kann.

Biointensiver Gemüsebau

Der Biointensive Gemüsebau stammt ursprünglich aus den Marktgärten in Paris und wurde später unter Anderem in Kanada weiterentwickelt. Prinzipiell geht es darum, auf kleiner Fläche möglichst viel und hochwertiges Gemüse in Handarbeit zu erzeugen. Es gibt viele Werkzeuge, die speziell für den Biointensiven Gemüsebau (oft auch als Market Garden bekannt) entwickelt wurden und ermöglichen, dass in effektiver Handarbeit eine sehr hohe Flächenproduktion erreicht werden kann.

Pflugloser Ackerbau

Der pfluglose Ackerbau, in Kombination mit diversen Gründüngungen, Direktsaat und einer holistischen Weidetierhaltung hat ein großes Potential, verschiedene Getreide- und Ackerkulturen auf regenerative Weise anzubauen. Ziel ist es, das Bodenleben zu füttern und ungestört zu lassen, sodass sich eine hohe Bodenfruchtbarkeit aufbauen kann.

Gabe Brown aus Nordamerika (North Dakota), um ein Beispiel zu nennen, erzielt herausragende Ergebnisse mit dieser Methode und liegt mit seinen Flächenerträgen über dem landesweiten Durchschnitt.

Holistische Weidetierhaltung

Die Holistische Weidetierhaltung nach Allan Savory ahmt das natürliche Verhalten von Herdentieren nach und war in den letzten Jahrzehnten weltweit sehr erfolgreich dabei, produktives Grasland zu etablieren, dabei Humus aufzubauen und aktiv CO2 zu speichern.