Hofgemeinschaft

Vision

Diversität schaffen

Nicht nur draußen auf den Flächen- auch im Zusammenleben möchten wir Vielfalt fördern, um uns als resiliente Hofgemeinschaft zu erleben. In einem wohlwollenden und respektvollen Miteinander möchten wir unsere Unterschiede wertschätzen, kooperieren, mit- und voneinander lernen, uns inspirieren, unterstützen und organisch zusammen wachsen. Dafür wünschen wir uns einen generationsübergreifenden Ort mit Kindern bis Urgroßeltern.

Netzwerken

“If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.”
Afrikanisches Sprichwort

Eine Transformation in der Landwirtschaft und im gesellschaftlichen Miteinander schaffen wir nur gemeinsam. Regionale Netzwerke sind für uns unabdingbar und wir freuen uns über zahlreichen transformative Initiativen im Donnersbergkreis und darüber hinaus. Wir haben den Wunsch, die Dörfer um den Kahlforsterhof zu beleben und in engem Austausch mit unseren Nachbar*innen zu sein.

Traumreise (Dragon Dreaming)

Gelegentlich kommen wir zum gemeinsamen Träumen zusammen, um uns an unsere Vision zu erinnern und diese ggf. zu erweitern. In mehreren Runden verbalisiert jede Person reihum ihre Bilder zu einer konkreten Fragestellung.

Werte

Offenheit und Diversität

Die Entscheidung für einen Weg in Gemeinschaft verlangt Offenheit und Toleranz für die Andersartigkeit jedes Menschen. Für uns ist es wichtig Unterschiede zu erkennen und zu akzeptieren, mit ihnen zu arbeiten und aus ihnen zu lernen. Wir streben eine Gemeinschaft an, in der Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Herkunft und sexueller Identität gleichwertig teilhaben können. Wir möchten uns von Rollenklischees lösen und ein emanzipatorisches Miteinander pflegen.

Entwicklungsbereitschaft

In Gemeinschaft werden wir laufend konfrontiert mit unseren eigenen Verletzungen und Verhaltensmustern. Das Zusammenleben erfordert folglich eine positive Einstellung zu Veränderung und die Bereitschaft für innerer Arbeit sowie Beziehungsarbeit. Ein Raum für Begegnungen bietet unter anderem unsere wöchentliche Verbindungs-Runde, in der sich jeder Mensch freiwillig mitteilen kann.

Transparenz

Den Überblick über einen vielfältigen Landwirtschaftsbetrieb sowie über eine komplexe Hofgemeinschaft zu behalten, stellt Viele vor Herausforderungen. Umso wichtiger sind uns Transparenz in unseren Entscheidungen und in unserem Handeln. Unsere Tagesbesprechungen, wöchentliche Plena und Steuerungs-Treffen bieten Raum für Austausch und Entscheidungsfindungen. Darüber hinaus sind alle Informationen für jede*n in der Organisation zugänglich, außer es gibt einen wichtigen Grund für Vertraulichkeit.

Soziokratie 3.0

Als agiles Organisations- Instrument erlernen wir schrittweise die soziokratische Zusammenarbeit. Für uns heißt das aktuell, unsere Arbeit in verschiedene Arbeitsgruppen (Domänen) aufzuteilen, welche von der Gesamtgruppe delegiert werden. Die einzelnen Domänen sind in ihrem Handeln und ihren Entscheidungen eigenständig. Jede Domäne hat eine*n Hauptverantwortliche*n, welche sich in organisierten Kreisen austauschen. Gesamtgruppen relevante Entscheidungen werden in Steuerungs-Teffen getroffen, in denen mit Treibern, Bedenken, Einwänden, Lösungsvorschlägen und Kostenfindung gearbeitet wird.

Vitale Lebensmittel

Eine gesunde und nährstoffreiche Ernährungsweise hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Als Gemeinschaft kommen wir täglich zu drei frisch zubereiteten bio-vollwert Mahlzeiten zusammen, für die wir uns gerne Zeit und Ruhe schenken.Die Produktion sowie der Konsum von frischen, biologisch-regenerativ erzeugten, möglichst wenig verarbeiteten und verpackungsfreien Lebensmitteln ist uns ein Herzensanliegen. Aktuell können wir uns noch nicht selbst versorgen und sind deshalb auf den Zukauf von vor allem Trockenwaren angewiesen. Dabei kooperieren wir mit lokalen Getreide Landwirt*innen und Mühlen, sowie mit Bio Lieferanten für Hülsenfrüchte, Gewürze etc. 

Kinder

Was wäre ein Leben ohne Kinder? Sie zeigen uns das Wichtige im Leben, besinnen uns auf den Moment, schenken uns Vertrauen und erinnern uns daran, wie wir erfolgreich lernen: fallen, aufstehen, fallen, aufstehen… Kinder sind unsere Zukunft, für die wir uns eine lebensfähige und sinnliche Welt wünschen. Sie sind die Motivation für unser zukunftsorientiertes Handeln. Wir möchten die jungen Menschen, die bei uns heranwachsen, bestmöglich auf ihrem Lebensweg begleiten, indem wir sie in ihren selbst entdeckten Interessen fördern und viel Raum für Kreativität schaffen. Sprichwörtlich braucht es ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Oder eine bunte unterstützende Hofgemeinschaft?!

Feiern

Erfahrungsgemäß fällt vielen Menschen aus unserem Kulturkreis das Feiern nicht leicht. Auch wir üben uns weiterhin darin. Für uns bedeutet Feiern unter anderem eine positive Fehlerkultur zu entwickeln. Wir möchten aus unseren Fehlern lernen und sie deshalb in regelmäßigen Reflexions-Treffen hervorheben. Gleichzeitig möchten wir uns immer wieder daran erinnern, welche kleinen und großen Erfolge wir täglich meistern.

Spielen

Wir freuen uns nicht nur über kleine, sondern auch große Kinder am Hof, weshalb wir gerne beim Spielen das Kindliche aus jedem Menschen herauskitzeln. Dafür sorgen morgendliche gemeinschaftliche “Warm-Up-Spiele”, “Raufereien” auf dem Hof oder Trampolin, sowie genüssliche Tanzabende. Außerdem schaffen wir gerne Räume zum gemeinsamen Praktizieren von Yoga, Atemübungen und für gesellige Ausflüge in die schöne Region.

Teilen

Gedanken & Emotionen

Wir möchten offen und ehrlich teilen, was uns bewegt. Hierfür haben wir verschiedene Räume etabliert, wie wöchentliche Verbindungsrunden oder “Check-ins” vor Besprechungen. Erfahrene Menschen, unter anderem aus der etablierten Gemeinschaft Tempelhof, waren am Hof zu Gast, um uns bei einem Wir-Prozess und einem Konfliktgespräch zu begleiten. Wir pflegen eine offene, vertrauensvolle und gewaltfreie Kommunikationskultur, in der potentielle Konfliktthemen offen gelegt werden und angeschaut werden möchten.

Räumlichkeiten

Die meisten unserer Räumlichkeiten am Hof werden gemeinschaftlich genutzt: von dem im Sommer belebten Innenhof bis zum gemütlichen Wohnzimmer mit Ofenheizung und dem geselligen Essensraum im ehemaligen Saustall, der liebevoll getauften “Saubar”. Die Kinder teilen sich zwei Kinder Räume- ein Zimmer im Wohnhaus sowie eine Jurte aus Naturmaterialien.

Müde Muskeln können in unserer kleinen Sauna regenerieren. Die Hofstelle möchte weiterhin saniert und ausgebaut werden. Zukünftig soll hier unter anderem ein Hofcafé, inklusive Terrasse mit Donnersberg-Blick entstehen, sowie Seminarräume um Wissen rund um Themen der regenerativen Landwirtschaft, Gemeinschaft etc. zu teilen.

Gemeinsame Ökonomie

Unser Gemeinschaftsgefühl möchte beim Thema Geld nicht enden. Wir tragen gemeinsam unsere Lebenshaltungskosten, wofür wir unseren Lohn in eine gemeinsame Kasse einbringen. Individuelle Bedürfnisse können nach Möglichkeit ebenso über die Gemeinschaftskasse gedeckt werden. Dabei vertrauen wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, bzw. machen Ausgaben bei Bedarf transparent und setzen uns kritisch mit ihnen auseinander. Durch diese Art des gemeinschaftlichen Wirtschaftens möchten wir auch Sorgearbeiten, die nicht direkt monetär entlohnt werden, ihre verdiente Wertschätzung geben.

Unser Team

Paul Müller Hof Lebensberg
Paul
Clara Hof Lebensberg
Clara
Mario Hof Lebensberg
Mario
Janine Raabe Hof Lebensberg
Janine
Julius Hof Lebensberg
Julius
Tobias Hoppe Hof Lebensberg
Tobi

Unser Selbstverständnis

Ziel unserer Landwirtschaft ist es, ein möglichst diverses, resilientes Ökosystem zu schaffen, das gleichzeitig eine Vielzahl nahrhafter Lebensmittel produziert. Durch Diversität, Mehrlagigkeit und Synergie-Effekte soll permanent fruchtbarer, humusreicher Boden aufgebaut werden. Wir möchten durch unsere Arbeit die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Ökosysteme verbessern und die endlichen Ressourcen unserer Erde verantwortungsvoll nutzen.

Unser Anspruch, ganzheitlich zu denken und zu handeln, beschränkt sich nicht nur auf die Landwirtschaft. Wir sind soziokratisch organisiert, um eine Kultur des Vertrauens und der Kooperation zu schaffen und Verantwortung gemeinschaftlich zu tragen. Wir begegnen allen Menschen respektvoll und gewaltfrei.

Darüber hinaus setzen wir uns für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft ein, in der Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Herkunft und Identität gleichwertig teilhaben können. Wir möchten uns von Rollenklischees lösen und ein emanzipatorisches Miteinander pflegen.

Menschenfeindliche Haltungen, die bestimmte Gruppen abwerten, lehnen wir klar ab.

– November 2020, die Hofgemeinschaft

Interesse geweckt?

Bei uns gibt es viele Möglichkeiten sich mit einzubinden. In erster Linie sind wir eine Hofgemeinschaft, die regenerative Landwirtschaft betreibt.

Wenn dich das Thema interessiert und mit uns wachsen willst, dann schreibe uns. Auf der Seite mitmachen bei Hof Lebensberg findest du aktuelle Informationen über die Möglichkeiten, die wir bieten und wen wir suchen.

Einen Newsletter und Soziale Medien haben wir natürlich auch! Abonniere uns für die neuesten Informationen über unsere Aktionen. Im Winter 2020/21 haben wir bereits 30.000 Bäume gepflanzt. Und wir haben noch viel vor!